Talentmanagement mit SuccessFactors BizX

Leistungs- und Verhaltenskontrolle als Programm

Talentmanagement“ ist das wohlklingende Wort, das den etwas nüchternen Begriff der Personalentwicklung allmählich in den Hintergrund drängt. Unternehmen erklären ihre Beschäftigten zu „Talenten“ und kündigen an, sie systematisch zu entdecken und im Interesse beider Seiten zu fördern und zu entwickeln. Dabei sind die Vorgehensweisen der verschiedenen Unternehmen bis hin zu Bezeichnungen und Bildern verblüffend ähnlich: Im „Performance Management Prozess“ werden möglichst mit jedem Beschäftigten Ziele vereinbart, die „SMART“ sein sollen, nämlich spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und terminiert. Jedes Ziel muss dabei einen klar zu benennenden Beitrag zu den globalen Unternehmenszielen leisten. Nach einem halben Jahr ist eine Zwischenbilanz vorgesehen und am Jahresende soll der Chef bewerten, wie gut seine Mitarbeiter ihre Ziele verfolgt und erreicht haben. Bewertet werden meist auch allgemein gewünschte Verhaltensweisen wie Kooperationsbereitschaft, Eigeninitiative, Lernbereitschaft und dergleichen.
Zielvereinbarungen, Leistungsbewertungen, Auswahlkriterien, Karriere-Optionen – für alles gibt es in SuccessFactors BizX Formulare und Schemata, und alles wird zu vermeintlich objektiven Kennzahlen, Kuchen- und Balkendiagrammen verdichtet, um die Beurteilung, Auswahl und „Förderung“ von Beschäftigten einfacher zu machen. Wir betrachten in dem Seminar sowohl die technischen Instrumente des IT-Systems als auch die „Philosophie“ der Personalführung, die BizX gleich mitliefert.

Die Seminarthemen im Einzelnen:

  • Module und Funktionsspektrum des Systems von SuccessFactors
  • Ziele und Konzepte des Talentmanagements aus Sicht von Unternehmen und Beschäftigten
  • Arbeitnehmeraspekte des Systemeinsatzes mit besonderem Schwerpunkt auf den Modulen Goals, Performance und Succession Management

    – personenbezogene Daten

    – Auswertungsmöglichkeiten

    – Zugriffsberechtigungen

    – Download und Schnittstellen

  • Die Rolle des Betriebsrats im Einführungsprojekt
  • Mitbestimmungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz
  • Mögliche Struktur und Inhalte einer Betriebsvereinbarung

Datenschutz im Betriebsrats-/Personalratsbüro

Themen:

  • Organisation des Datenschutzes im Betriebs- oder Personalratsbüro
  • Datensicherheit – Absicherung des PCs des Betriebs-/Personalrats, Zugriffsberechtigungen für Netzlaufwerke, Verschlüsselung
  • Umgang mit Briefen, Akten, E-Mails, Veröffentlichungen im Intranet
  • Rechtsprechung zum Verhältnis Betriebsrat – betrieblicher Datenschutzbeauftragter
  • Zulässigkeit der Speicherung von personenbezogenen Daten beim Betriebs- oder Personalrat
  • Datenschutzkonzept von Betriebsrat / Personalrat
  • Pflichten im Zusammenhang mit dem Datenschutz, z.B. Dokumentation, Auskunft, technisch-organisatorische Maßnahmen

Die elektronische Personalakte im SAP-Umfeld – infoTag

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Themen:

  • Funktionsweise der elektronischen Personalakte bei SAP-Systemen
  • Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen an elektronische Personalakten (Einsicht, Löschung, Revisionssicherheit, Zugriff)
  • Inhalt, Ordnung und Auswertungsmöglichkeiten bei elektronischen Personalakten (Volltexstsuche)
  • Berechtigungskonzept
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Regelungen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen

Gestaltung und Kontrolle von SAP-Berechtigungskonzepten

Themen

  • Grundlagen des SAP-Berechtigungskonzeptes
  • Einarbeitung in die Bedienung der SAP-Funktionen des Berechtigungswesens
  • Empfehlungen zum Aufbau eines Berechtigungskonzepts unter Beteiligung der Arbeitnehmervertretung und des betrieblichen Datenschutzbeauftragten
  • Prüfbare Namenskonventionen und adäquate Abbildung der betrieblichen Organisation in Berechtigungen und Profile
  • Organisation der Berechtigungs- und Benutzerpflege unter Berücksichtigung von betrieblichen Vereinbarungen und Datenschutzanforderungen
  • Hilfsmittel und Tools für den Aufbau eines betrieblichen Berechtigungskonzepts, z.B. SAP-Profilgenerator
  • Anforderungen an die Prüfbarkeit und Durchführung von Kontrollen eines betrieblichen Berechtigungskonzeptes am SAP-System
  • Vorgehensweise und Hilfsmittel bei Prüfungen (Audit Infosystem etc.)

 

Mobile Arbeit

Themen:

 

  • Definition, Formen und Bedingungen mobiler Arbeit
  • Auswirkungen auf die Beschäftigten
  • Mobile Technik für mobile Arbeit
  • Recht und mobile Arbeit
  • Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung
  • Qualifikation für mobile Arbeit
  • Mobile Arbeit und Selbstregulation
  • Regelungs- und Gestaltungsbereiche für Betriebs- und Diensvereinbarungen

Softwareergonomie – Gute Arbeit durch gute Software

Themen:

  • Worum geht es?
    Ziele und Prinzipien der Softwareergonomie aus Wissenschaft und ISO-Normen; Beispiele und Gegenbeispiele, insbesondere aus dem SAP-ERP-System
  • Warum ist das wichtig?
    Die Bedeutung der Softwareergonomie für gute Arbeitsbedingungen ohne unnötigen Stress
  • Was muss man tun?
    Die ergonomische Gestaltung des Software-Einsatzes als Pflichtaufgabe des Anwenderbetriebs, Vorschriften aus dem Arbeitsschutzgesetz, der Bildschirmarbeitsverordnung und Normen
  • Was kann man tun?
    Ergonomische Stellschrauben an Technik und Arbeitsorganisation (z.B. beim Einsatz von SAP ERP)
  • Wie kann man vorgehen?
    Das Verfahren des Ergonomic Customizing zur Einstellung von IT-Systemen nach betriebsspezifischen Ergonomie-Anforderungen
  • Welche Aufgaben hat der Betriebsrat/Personalrat?
    Aufgaben und Mitbestimmungsrechte zur Softwareergonomie nach dem BetrVG und den Personalvertretungsgesetzen
  • Was sollte man regeln?
    Softwareergonomie als Thema in Betriebsvereinbarungen bzw. Dienstvereinbarungen

 

Spezielle Seminare

Über die genannten Seminarthemen hinaus führen wir auf Anfrage weitere betriebs-/unternehmensbezogene Seminare durch, z.B. SAP-Orientierungskurse oder Schulungen über die Erstellung von Betriebsvereinbarungen oder die Kontrolle bestimmter EDV-Systeme. Diese Seminare wenden sich in der Regel an die Mitglieder der Arbeitnehmervertretung eines Betriebes und werden auf deren Belange speziell ausgerichtet.

In solchen kleinen homogenen Gruppen kann die notwendige Information konzentriert und praxisnah vermittelt werden. So kann sich z.B. der Technologieausschuss eines Betriebsrates, der mit der Einführung eines neuen EDV-Systems konfrontiert wird, kurzfristig über die zu beachtenden Fragen informieren und die zu unternehmenden Schritte klären. Andererseits kann es sinnvoll sein, z.B. die zum Abschluss einer Betriebsvereinbarung erforderliche allgemeine Information mit Hilfe einer Kurzschulung dem gesamten Gremium nahezubringen. Schließlich gibt es so spezielle Fragestellungen, dass es notwendig ist, ein eigenes Seminar dafür zu entwickeln.

Solche Seminare können in der Regel mit einer Vorlaufzeit von 6 bis 8 Wochen mit uns vereinbart werden.

  •  kleine Gruppen möglich
  •  speziell auf Probleme eines Betriebs ausgerichtet
  •  Information zur Klärung der Vorgehensweise
  •  Behandlung spezieller Detailfragen
  •  kurzfristige Terminierung möglich
  •  Ort der Durchführung nach Wahl

Zeit- und Leistungserfassung mit SAP CATS – infoTag

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Die SAP-Komponente CATS ermöglicht die integrierte Erfassung von Arbeitsleistungen und -zeiten. Die erfassten Daten fließen dann zur Weiterverarbeitung in die Personalzeitwirtschaft, das Controlling und andere SAP-Module. Dies kann aus betriebswirtschaftlicher Sicht – z. B. beim Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung – vorteilhaft sein. Es stellen sich aber naturgemäß eine Reihe von Fragen zu möglichen Verhaltens- und Leistungskontrollen und zum Datenschutz für die Mitarbeiter.
In Anbetracht der weiten Verbreitung von CATS bieten wir mit diesem Infotag kompakte Informationen zu den Funktionen, Gestaltungs- und Regelungsmöglichkeiten dieser SAP-Komponente an. Dabei beziehen wir uns auf zahlreiche betriebliche Beispiele, bei denen wir Arbeitnehmervertretungen beim Abschluss von Vereinbarungen über CATS beraten konnten.

Themen:

  • Funktionen und typische Anwendungen des anwendungsübergreifenden Arbeitszeitblatts (CATS)
  • Möglichkeiten von Verhaltens- und Leistungskontrollen
  • Datenschutz durch Gestaltungsmöglichkeiten der CATS-Masken
  • Begrenzung der Auswertungen und Zugriffsrechte
  • Datensparsamkeit bei der Erfassung von Zeit-/Leistungsdaten
  • Regelung in Betriebs-/Dienstvereinbarungen

Intensivkurs – SAP Personalwirtschaft HCM (HR)

Themen

  • Aufbau und Funktionen des SAP-HCM-Moduls
  • Besonderheiten in den Bereichen Personalverwaltung, Zeitwirtschaft sowie Arbeitszeitblatt CATS
  • Umfang der Speicherung von Personaldaten, Werteverzeichnisse
  • Auswertungsmöglichkeiten, Schnittstellen
  • Datenschutz, HCM-Berechtigungskonzept
  • Regelung in Betriebs-/Dienstvereinbarungen
  • Ansatzpunkte für die Überwachung von Betriebs-/Dienstvereinbarungen

 

 

Informationstechnik effektiv mitbestimmen

Betriebs- und Personalräte sehen sich mit einer ständig wachsenden Komplexität betrieblicher IT-Projekte konfrontiert. Auch für den zuständigen Ausschuss ist die Bewertung der Projekte und Aushandlung von Regelungen ohne eine systematische Vorgehensweise kaum mehr leistbar. Das Seminar vermittelt technische und methodische Grundlagen für eine effektive Beteiligung der Arbeitnehmervertretung bei IT-Projekten von der Information bis zum Abschluss von Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen.

Themen

Informationstechnik effektiv mitbestimmen

  • Kriterien für die Bewertung von Systemen
  • Die richtigen Fragen stellen: Was muss ich wissen? In welchen Unterlagen finde ich die Information?
  • Strategien zur Vermeidung von Leistungs- und Verhaltenskontrollen
  • IT-Systeme mit besonderer Relevanz für die Mitbestimmung (u. a. BDE, Telefonsysteme, Workflow und Zeitwirtschaft …)
  • Besonderheiten von SAP-Anwendungen
  • Anforderungen aus Arbeitnehmersicht formulieren und durchsetzen
  • Betriebsverfassungsrechtliche und datenschutzrechtliche Grundlagen
  • Betriebsvereinbarungen zu IT-Anwendungen: Komplexe Sachverhalte überschaubar regeln
  • Interne Organisation des IT-Ausschusses